Team Tuttlingen

Hallo, wir sind Damian, Linus und Mika. Das Ziel unseres Projektes ist es verschiedene Umweltparameter in der Ostsee zu messen. Darunter zählt zum Beispiel der Nitratwert oder die Sauerstoffsättigung. Wir wollen auch einen Blick auf die Sprungschichten werfen und darauf, wie sich die Werte dort unterscheiden, da es zwischen den verschiedenen Schichten so gut wie keinen Austausch gibt.

Sonntag

Mittags standen wir hochmotiviert am Immendinger Hauptbahnhof. Nach einer zehn Stunden langen Fahrt kamen wir glücklich, aber auch müde am Lübecker Hauptbahnhof an und machten uns auf den Weg zur ALDEBARAN. Auf dem Schiff angekommen gingen wir sofort ins Bett.

Lübecker Hafen bei Nacht

Montag

Am Montag begannen wir gemütlich mit einem gemeinsamen Frühstück. Nach dem Frühstück und dem morgendlichen Briefing ging es darum das Schiff seetauglich zu machen. Auf der ALDEBARAN mussten mehrere Aufgaben bewältigt werden, unter anderem musste der Mast gestellt werden. Wir nahmen im Lübecker Hafen die ersten Proben und testeten dort unsere Exo Sonde, den Tiefenheber sowie unsere Photometer Tests. 

Mitanpacken beim Anbringen der Segel

Dienstag

Heute begannen wir den Tag wieder mit dem gemeinsamen Frühstück. Nach dem Briefing machten wir noch ein paar Kleinigkeiten am Schiff, bevor wir dann die Segel setzten und losfuhren. Gegen Mittag sind wir dann in einen Sturm geraten und mussten erst kurz warten, bis wir die Probennahme beginnen konnten. Als das Wetter sich beruhigte, begannen wir mit der Probennahme und der Auswertung der Daten. Nach dem Abendessen sind wir dann noch in der Trave geschwommen, ehe wir ins Bett gegangen sind.

Die Wasserparameter werden im Photometer ausgewertet

Mittwoch

Heute mussten wir schon relativ früh aufstehen, um das Kamerateam des MDRs in Travemünde abzuholen. In Travemünde haben wir dann auch gefrühstückt. Als das Kamerateam ankam, konnten wir aufgrund des Regens nicht sofort ablegen und mussten warten, bis sich das Wetter beruhigte. Als die Arbeiten des MDRs getan waren, fuhren wir wieder in die idyllische Bucht auf der Trave. Auf dem Weg dorthin nahmen wir dann noch Proben, welche wir auswerteten. Den Abend ließen wir dann in derselben Bucht wie gestern ausklingen.

Donnerstag

Als wir heute aufgestanden sind, mussten wir entscheiden, ob wir uns auf die Ostsee wagen oder weiter die Trave untersuchen sollten. Da sich das Wetter gnädig mit uns zeigte, entschieden wir uns dazu die Proben in der Ostsee zu entnehmen. An diesem Tag entnahmen wir gleich drei Proben auf der Ostsee und werteten diese bis zum Abend aus.

Mit der Niskinflasche nimmt das Team Wasserproben

Freitag

Heute stand neben dem Frühstück, noch das Aufräumen an, wo wir das Schiff wieder in den Zustand zurückversetzten, in dem wir es vorgefunden hatten. Gegen Mittag riefen wir dann ein Taxi, welches uns zum Lübecker Hauptbahnhof bringen sollte. Bevor wir uns dann zurück in den Süden verabschiedeten, gab es noch ein gemeinsames Foto. Hinter uns lag nun eine sehr spannende, lehrreiche, aber auch schöne und witzige Woche.

Abschied nach einer erfolgreichen Woche

Ablauf des Meereswettbewerbs

31. März 2022: Einsendeschluss für die Projektskizzen

Bis Ende März 2022 konnten sich die Teams für den Meereswettbeweerb „Forschen auf See“ bewerben. Dazu mussten sie uns eine wissenschaftliche Projektskizze mit ihrer Forschungsidee zusenden. Innerhalb der Themenbereiche der Ozeandekade hatten sie freie Wahl. Es war nur wichtig, dass die Experimente an Bord des Forschungsschiffes ALDEBARAN im Rahmen einer 5-tägigen Ausfahrt realisiert werden konnten.

Mai 2022: Bekanntgabe der Gewinner*innenteams

Nach Eingang der Projektskizzen entschied eine wissenschaftliche Jury über Qualität, Durchführbarkeit und Kommunikationsfähigkeit der Projekte. Unter diesen Kriterien wählte die Jury drei Projektskizzen aus, welche im Sommer an Bord der ALDEBARAN realisiert wurden. Die Teams wurden informiert und mit Hilfe des Koordinationsbüros der Deutschen Meeresstiftung wurde ihnen dann eine Wissenschaftspat*in vermittelt. Diese unterstützte und begleitete das Team von der Vorbereitung der Ausfahrt über die praktische Durchführung bis hin zur Dokumentation der Forschungsarbeit.

12. Juni 2022: Vorbereitungstreffen

Zur Vorbereitung der Exkursionen trafen sich die Gewinner*innenteams am 12. Juni mit der Deutschen Meeresstiftung in Hamburg. Im persönlichen Gespräch erfuhren die Teams, was sie bei der Exkursion zu erwarten haben und stellten Ihre Projekte vor. Danach wurden Sie in Kleingruppen mit ihren Wissenschaftspat*innen online zusammengebracht, um ihre Projekte im Detail zu besprechen.

Juli/August 2022: Forschungsexpeditionen an Bord der ALDEBARAN

Die von der Jury ausgewählten Gewinner*innenteams konnten im Sommer bei einer einwöchigen Ausfahrt an Bord des Forschungs- und Medienschiffs ALDEBARAN ihre Forschungsprojekte realisieren. Begleitet von erfahrenen Wissenschaftler*innen und einem erfahrenen Kapitän lebte und arbeitete das Team für eine Woche auf dem segelnden Forschungsschiff. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit wurden sie von ihrer Wissenschaftspat*in unterstützt und angeleitet.

Oktober 2022: Abgabe der Abschlussberichte

Nach der Ausfahrt hatte jedes Team Zeit, seine Beobachtungen und Ergebnisse zusammenzuschreiben. Zusätzlich konnten sie auch noch Proben, die während der Ausfahrt genommen wurden, analysieren. Aus all diesen Daten sollten die Teams dann einen Abschlussbericht schreiben, der ihre wissenschaftliche Arbeit zusammenfasst.

23. Januar 2023: Abschlusskolloquium und Siegerehrung

Neben dem schriftlichen Abschlussbericht findet noch ein Abschlusskolloquium statt. Hier stellen die Teams der Jury in einer kurzen Präsentation ihre Forschungsprojekte vor. Im Anschluss dazu hat die Jury die Gelegenheit, den Teams ein paar Fragen zu stellen, um die Projekte besser kennenzulernen. Der Abschlussbericht zusammen mit dem Abschlusskolloquium bilden dann die Grundlage zur Platzierung der Teams durch die Jury.

Mit der Siegerehrung auf der größten Wassersportmesse „boot“ in Düsseldorf – in diesem Jahr pandemiebedingt als Online-Veranstaltung – findet der Meereswettbewerb sein feierliches Ende. Hier dürfen sich die Gewinnerteams auf Sach- und Bücherpreise freuen.

Auch wenn der Meereswettbewerb für die Teams hier endet, können sie an ihren Projekten dennoch weiterforschen und damit auch an weiteren Wettbewerben wie „Jugend forscht“ teilnehmen.

Die Abschlussvideos der Gewinnerteams 2022

Team 1: Gelehrtenschule des Johanneums

Das Team der Gelehrtenschule des Johanneums beschäftigte sich mit dem Thema Geisternetze. Marlo, Lisa und Laetitia untersuchten die Frage, ob Geisternetze auch einen neuen Lebensraum bieten und somit auch einen positiven Effekt auf die Umwelt haben könnten.

Team 2: Immanuel-Kant-Gymnasium und Schülerforschungszentrum Tuttlingen

Die Schülerinnen Charlotte , Emilie und Lara vom Immanuel-Kant-Gymnasium / Schülerforschungszentrum Tuttlingen beschäftigten sich mit dem Thema Arzneimittel in Gewässern und setzten ihr Forschungsprojekt auf der ALDEBARAN in die Tat um.

Team 3: Amandus-Abendroth-Gymnasium Cuxhaven

„Elb-Schlickverklappung vor der Vogelschutzinsel Scharhörn – Ein Todesurteil für das Ökosystem Wattenmeer im Bereich der Tide Elbe?“ – Mit diesem Thema beschäftigte sich eines der Gewinnerteams des Meereswettbewerbs 2022. Die Schülerinnen Emely und Florian vom Amandus-Abendroth-Gymnasium Cuxhaven waren eine Woche lang auf dem Forschungs- und Medienschiff ALDEBARAN unterwegs, um ihr Forschungsprojekt zu realisieren.