Meereswettbewerb

Teilnehmen

Beim Meereswettbewerb „Forschen auf See“ könnt ihr euer Forschungsprojekt auf einem richtigen Forschungsschiff wahr werden lassen.  Wenn ihr mit eurer Idee die Jury überzeugt, dürft ihr eine Woche lang an Bord der ALDEBARAN experimentieren, Proben nehmen und analyisieren. Dabei steht euch ein*e Wissenschaftler*in zu Seite und unterstützt euch bei euren Forschungsfragen. Die Wissenschaftspat*innen begleiten euch auch bei der Vor- und Nachbereitung der Ausfahrt.

Der Meereswettbewerb richtet sich an neugierige Schüler*innen ab Klasse 9. Das übergeordnete Thema für die Forschungsprojekte des Meereswettbewerbs 2019 lautet „Ozeane im Wandel – Ozeane im Stress“. Eurer Herangehensweise an dieses Thema sind jedoch keine Grenzen gesetzt. Von invasive Arten und ihrer Auswirkung auf das heimische Ökosystem über technische Lösungen zur Messung von Wasserverschmutzung bis hin zur Eutrophierung der Gewässer – die fachlichen Forschungsbereiche sind vielfältig.  Euer Thema wurde bislang noch nicht von Wissenschaftler*innen untersucht? Macht nichts! Ihr müsst nur eurer Forschungsprojekt gut aufbereiten und die Jury überzeugen. Auf geht’s!

Ozeane im Wandel – Ozeane im Stress

Unsere Ozeane sind heute mehr denn je unterschiedlichsten „Stressfaktoren“ ausgesetzt. Überfischung, Verschmutzung durch Abwässer und Abfall, Versauerung, Klimawandel, invasive Arten, Eutrophierung durch Düngemitteleintrag: Die Liste der Einflüsse des Menschen auf das Meer ist lang. Die von ihm in Gang gesetzten Prozesse haben inzwischen einen großen Einfluss auf die Meeresumwelt und schon längst einen Wandel in den noch vor einigen Jahrzehnten als „unerschöpflich“ und „immun“ geltenden Ozeanen in Gang gesetzt.

Wie zeigt sich dieser Wandel in den Ozeanen und in den Meeresökosystemen vor unserer Tür? Auf welche Art und Weise und wie stark sind Ost- und Nordsee von den Einflüssen des Menschen betroffen? Wirkt sich der durch den Menschen in Gang gesetzte Wandel schon auf die küstennahe Flora und Fauna in den Meeren aus? Welche Veränderungen der Meeresumwelt setzen Klimawandel, Versauerung und Eutrophierung in der Ostsee in Gang?

Die „Stressfaktoren“ sowie die Reaktionen der Ökosysteme auf sie sind alle nur teilweise verstanden. Es ist deswegen wichtig und angemessen, die Untersuchung der verschiedenen „Stressfaktoren“ und ihre Wirkung auf den Lebensraum Ozean wie in den vergangenen Jahren auch im Rahmen des Meereswettbewerbs 2019 zu untersuchen. Auf diese Weise könnt ihr durch eure Forschung einen Beitrag dazu leisten, die aktuellen Vorgänge und den „Wandel“ in den küstennahen Zonen von Nord- und Ostsee besser zu verstehen und dadurch Gegenmaßnahmen entwickeln zu können, um den Reichtum der Meere auch für künftige Generationen erhalten zu können.

Ablauf des Meereswettbewerbs 2019

Noch bis Ende März könnt ihr euch für den Meereswettbewerb „Forschen auf See“ 2018 bewerben. Dazu müsst ihr uns eine wissenschaftliche Projektskizze mit eurer Forschungsidee zusenden. Das Thema könnt ihr selber bestimmen. Es sollte jedoch einen Bezug zum Schwerpunktthema „Ozeane im Wandel – Ozeane im Stress“ sowie zur Meeresforschung haben. Außerdem sollten die Experimente an Bord des Forschungsschiffes ALDEBARAN im Rahmen einer 5-tägigen Ausfahrt realisiert werden können.

Wir suchen neue Ideen, die im bisherigen meereswissenschaftlichen Alltag noch keine große Bedeutung haben oder Lösungsansätze für bestehende Probleme erahnen lassen. Der fachlichen Ausrichtung sind dabei keine Grenzen gesetzt. Wie die Jury auch, kann die Aufgabenstellung durchaus fachübergreifend sein.

Nach Eingang der Projektskizzen entscheidet die wissenschaftliche Jury über ihre Qualität, Durchführbarkeit und Kommunikationsfähigkeit. Unter diesen Kriterien  wählt die Jury vier Projektskizzen aus, welche im Sommer an Bord der ALDEBARAN realisiert werden. Die Teams werden über ihren Gewinn einer einwöchigen Forschungsexpedition informiert und mit Hilfe des Koordinationsbüros der Deutschen Meeresstiftung wird ihnen dann ein*e Wissenschaftspat*in vermittelt. Diese*r unterstützt und begleitet das Team von der Vorbereitung der Ausfahrt über die praktische Durchführung bis hin zur Dokumentation der Forschungsarbeit.

Zur Vorbereitung der Exkursionen treffen sich die Gewinnerteams im Büro der Deutschen Meeresstiftung. Im persönlichen Gespräch erfahren die Teams, was sie bei der Exkursion zu erwarten haben und die letzten Unklarheiten können geklärt werden.

Die von der Jury ausgewählten Gewinnerteams dürfen im Sommer bei einer einwöchigen Ausfahrt an Bord des Forschungs- und Medienschiffs ALDEBARAN ihr Forschungsprojekt realisieren. Begleitet von erfahrenen Wissenschaftlern und einem erfahrenen Kapitän lebt und arbeitet das Team für eine Woche auf dem segelnden Forschungsschiff bei Wind und Wetter und lernt nebenbei noch allerhand über das Leben an Bord eines Segelschiffes. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit werden sie von ihrer Wissenschaftspat*in unterstützt und angeleitet. Dabei können sie sich selber an wissenschaftliches Arbeiten herantesten und erleben das größte und faszinierendste Ökosystem auf dem Planeten Erde aus nächster Nähe kennen. Dazu gehört auch, dass sie einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Meeresumwelt lernen und darüber hinaus mit ihrem eigenen Projekt zur Erhaltung und Erforschung dieses Ökosystems beitragen.

Nach der Ausfahrt hat das Team Zeit ihre Beobachtungen und Ergebnisse ihrer Ausfahrt zusammenzuschreiben. Zusätzlich können sie auch noch Proben, die während ihrer Ausfahrt genommen wurden, analysieren. Aus all diesen Daten sollen die Teams dann einen Abschlussbericht schreiben, der ihre wissenschaftliche Arbeit zusammenfasst.

Neben dem schriftlichen Abschlussbericht findet noch ein Abschlusskolloquium statt. Hier stellen die Teams der Jury in einer kurzen Präsentation ihre Forschungsprojekte vor. Im Anschluss dazu hat die Jury die Möglichkeit den Teams ein paar Fragen zu stellen, um die Projekte besser kennen zu lernen. Der Abschlussbericht zusammen mit dem Abschlusskolloquium bilden dann die Grundlage zur Platzierung der Teams durch die Jury.

Mit der Siegerehrung auf der Boots- und Wassersportmesse „boot“ in Düsseldorf findet der Meereswettbewerb sein feierliches Ende. Hier dürfen sich die Gewinnerteams auf Sach- und Bücherpreise freuen.

Auch wenn der Meereswettbewerb für die Teams hier endet, können sie an ihren Projekten dennoch weiterforschen und damit auch an weiteren Wettbewerben wie „Jugend forscht“ teilnehmen.

So könnt ihr teilnehmen

Wenn ihr die 9. Klasse oder höher besucht und nicht älter als 20 Jahre seid, könnt ihr am Meereswettbewerb „Forschen auf See“ teilnehmen. Euer Team sollte zwei bis vier Personen stark sein. Außerdem müsst ihr sicherstellen, dass ihr in der Lage seid alle Reisekosten zum Vortreffen, zur Expedition und zur Siegerehrung selbst tragen zu können. Wir versuchen die An- und Abreisekosten derzeit mit Hilfe von Sponsoren zu finanzieren. Eine Zusage darüber können wir aber heute noch nicht geben.

Für die Teilnahme am Wettbewerb im Sommer 2019 ist eine Bewerbung bis zum 15. April 2019 erforderlich. Dazu müsst ihr eine Projektskizze zusammen mit einem ausgefüllten Anmeldeformular an die Deutsche Meeresstiftung senden:

Bitte schickt eure Bewerbung per E-Mail an
meereswettbewerb@meeresstiftung.de

Das Forschungsschiff ALDEBARAN

Die ALDEBARAN, die seit 1992 weltweit als Medien- und Forschungsschiff im Einsatz ist, bietet einen Einblick in die spannende Forschungs- und Medienarbeit in Flüssen, Küstengewässern und auch auf Binnengewässern. Die gelbe Segelyacht dient dabei insbesondere dazu, Meeres- und Gewässerforschung verständlich zu machen und so kommende Generationen für einen nachhaltigen Umgang mit den Ozeanen und Binnengewässern zu begeistern. Mit einem Tiefgang von nur knapp einem Meter ist die ALDEBARAN für Einsätze insbesondere in Flach- und Küstengewässern geeignet. Das Hamburger Forschungs- und Medienschiff ALDEBARAN ist seit 1992 darauf spezialisiert das Meer für uns Menschen erlebbar zu machen.

Die Ausstattung

Unterwasserkamera und Drohne

Der Blick in die hochauflösende Unterwasserkamera ist das Highlight des Törns auf der ALDEBARAN. Selbst erfahrene Wissenschaftler sind nicht mehr vom Bildschirm weg zu locken, wenn der Boden des Sees und die Tiere dort live beobachtet werden.

Auch Taucheinsätze sind von Bord aus möglich, um gezielte Proben zu nehmen.

Labor

Mit einem richtigen Forscher-Mikroskop und einem wertvollen Binokular könnt ihr auf Entdeckungsreise im Mikrokosmos gehen. Eine Kamera überträgt das „Leben im Wassertropfen“ für alle Teilnehmer gut sichtbar direkt auf den großen Monitor im Salon. Mit einer Multisonde (CTD) können in der Tiefe Sauerstoffgehalt und die Temperatur gemessen werden. Mit einem Analysenkoffer kann auf Wunsch auch die Nährstoffzusammensetzung des Gewässers ermittelt werden.

Mit Bodengreifer und Planktonnetz werden Proben genommen, die anschließend unter dem Mikroskop und Binokular betrachtet werden. So könnt ihr in den Wasser- und Bodenproben Kleinstlebewesen wie Plankton und Algen entdecken.