Meereswettbewerb

Exkursionen 2019

PRESSEINFORMATION

Meereswettbewerb „Forschen auf See“

Mit großem Erfolg findet der Meereswettbewerb „Forschen auf See“ bereits seit 2005 an Bord des bekannten Medien-und Forschungsschiffes ALDEBARAN statt. Nachwuchsforscher und die Öffentlichkeit werden mit dem bundesweiten Wettbewerb für das Meer als größtes Ökosystem auf dem Planeten Erde begeistert. Über verschiedene Medienkanäle kann die Öffentlichkeit beim Wettbewerb mitfiebern und die Experimente und Begeisterung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses an Bord live mitverfolgen. Ihre Forschungsergebnisse werden die Schülerinnen und Schüler Ende Januar 2020 auf der weltgrößten Wassersportmesse boot in Düsseldorf präsentieren, wo auch die Siegerehrung stattfindet. Sponsoren des Meereswettbewerbs sind die Deutsche Meeresstiftung und die Adalbert-Zajadacz-Stiftung sowie zahlreiche Unternehmen und Förderer, die seit Jahrzehnten mit großem Engagement das technische Equipment und das Forschen an Bord der ALDEBARAN unterstützen. Der Meereswettbewerb wurde vielfach ausgezeichnet und fünf Teams wurden bereits Gewinner oder sogar Bundessieger bei „Jugend forscht“. Die wissenschaftliche Expertise des Wettbewerbes wird durch das Engagement zahlreicher Meeresforscher aus namhaften deutschen Forschungsinstituten als Wissenschaftspaten gestützt.

 
Pressevertreter sind herzlich eingeladen für eine Reportage einen Tag mit den Jugendlichen auf dem Segelschiff mitzufahren. Dies vereinbaren wir gern mit Ihnen individuell.
 

Pressekontakt:
Deutsche Meeresstiftung
Ansprechpartnerinnen:
Katrin Heratsch & Katrin Meyer
presse@meeresstiftung.de
Tel: +49 (0)40-325 721 0
Fax: +49 (0)40-325 721 21
www.meeresstiftung.de

Nord- und Ostsee: Nachwuchsforscher auf der Spur von Mikroplastik

Schülerteams aus Baden-Württemberg und Hamburg gehen im Juli und August 2019 mit dem Forschungs- und Medienschiff ALDEBARAN auf Exkursionen.

Hamburg, 10. Juli 2019 – Die Verschmutzung unserer Ozeane mit Plastik und Mikroplastik steht ganz oben auf der Agenda der Schülerteams, die beim diesjährigen Meereswettbewerb „Forschen auf See“ an Bord des Forschungssegelschiffs ALDEBARAN in Nord- und Ostsee forschen. Die zwei Teams – eines vom Landesgymnasium für Hochbegabte Schwäbisch Gmünd und eines vom Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Hamburg – gehen jeweils für eine Woche an Bord, begleitet von Wissenschaftspaten.

Lewin Tu und Paul Schröder vom Landesgymnasium für Hochbegabte in Baden-Württemberg starten am Montag, den 15. Juli 2019, von Hamburg aus und fahren über die Elbe und Cuxhaven nach Helgoland. Dort endet die Tour am 19. Juli. Mit dem Fluoreszenzfarbstoff Nilrot, der in der Wissenschaft momentan heiß diskutiert wird, wollen die Schüler Mikroplastikproben im Schnellverfahren analysieren. Bislang musste jede Probe für mehrere Monate und zu Kosten in Höhe von knapp 10.000 Euro im Labor untersucht werden. Das Ziel der Jugendlichen ist es, mit der neuen Methode schneller und weniger kostenintensiv zum Erfolg zu gelangen. Unterstützt werden die Nachwuchs-Meeresforscher von der Wissenschaftspatin Julia Prume von der Philipps-Universität Marburg, die bei ihren Proben ebenfalls mit diesem Analyseverfahren arbeitet und mit dem Farbstoff forscht.

Das zweite Team von Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Hamburg möchte auf seiner Tour von Hamburg über Brunsbüttel, Kiel und Fehmarn bis nach Travemünde erforschen, ob und wie viel Mikroplastik aus den Kläranlagen ins Meer gelangt. Beispielsweise gelangt Mikroplastik beim Waschen von synthetischer Kleidung und durch immer noch nicht verbotene Beigaben in Kosmetika in unsere Umwelt. Die zweite Expedition mit Kim Zierahn, Hiva Bingöl und Lisa Matthies startet am 1. August ebenfalls in Hamburg und endet in Timmendorfer Strand/Niendorf am 7. August. Begleitet werden die drei Schülerinnen von den Wissenschaftspatinnen Aurelia Laubscher vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel und Sarah Zwicker vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven.

Neues Mikroplastik-Untersuchungsverfahren für Sedimente ausprobiert

Baden-württembergisches Schülerteam forschte auf Elbe und Nordsee im Rahmen des Meereswettbewerbs an Bord der ALDEBARAN.

Hamburg, 19. Juli 2019 – Mit einer neuartigen Färbemethode waren die Schüler Paul Schröder (15) und Lewin Tu (16) vom Landesgymnasium für Hochbegabte in Schwäbisch Gmünd auf dem Forschungsschiff ALDEBARAN von Hamburg über Cuxhaven nach Helgoland unterwegs, um Mikroplastik im Sediment nachzuweisen. Unter teils schwierigen Bedingungen –auf der Elbe tobten zeitweilig Wellen von bis zu eineinhalb Meter Höhe– hat das Team an unterschiedlichen Orten entlang ihrer Forschungsreise Sedimentproben mit dem Spezialgreifer an Bord geholt, um diese an Bord und später auch im Labor auf Spuren von Mikroplastik zu untersuchen. Bei dem neuartigen Verfahren handelt es sich um einen optischen Schnelltest mit dem fluoreszierenden Farbstoff Nilrot, der ergänzend zu bisherigen Verfahren angewendet werden könnte, um die genauen Konzentrationen von Mikroplastik im Sediment zu bestimmen. Nachdem die Schüler eine Woche lang an Bord der ALDEBARAN waren, legten sie heute auf Helgoland an und gingen mit ihren Proben von Bord. Für die weitergehende Analyse haben Lewin Tu und Paul Schröder einen selbstkonstruierten Sedimentseparator im Einsatz, neben einem Photometer und einer Zentrifuge. Unterstützt werden die Nachwuchs-Meeresforscher von der Wissenschaftspatin Julia Prume von der Philipps-Universität Marburg, die bei ihren Proben ebenfalls mit diesem Analyseverfahren arbeitet und mit dem Fluoreszenzfarbstoff Nilrot forscht.