Meereswettbewerb 2020. 3 Schülerinnne und ihre Wissenschaftspatin neben der Elbe.
Aus dem Meereswettbewerb 2020. 3 Schülerinnen und ihre Wissenschaftspatin an der Nordsee.

"Der Ozean, den wir brauchen, für die Zukunft, die wir wollen!“

Das Forschungsthema 2021 im Rahmen der
UN Dekade der Ozeanforschung für nachhaltige Entwicklung

Insbesondere der Klimawandel, die Verschmutzung der Meere und ihre Belastung durch Überfischung und Lärm stellt die Menschheit vor große Aufgaben und die Wissenschaft muss schnell Antworten finden, wie die Weltgemeinschaft die seit Ende 2015 geltenden 17 Ziele zur nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) einhalten kann. Aufbauend auf dem SDG 14 „Leben unter Wasser“, das eng mit dem SDG 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ verknüpft ist, soll die UN Dekade der Ozeanforschung für nachhaltige Entwicklung (2021 – 2030) wissenschaftliche Grundlagen und Handlungsempfehlungen für die Umsetzung der meeresbezogenen Nachhaltigkeitsziele der UN liefern. Deswegen rufen wir Schülerinnen und Schüler dazu auf, sich mit Fragestellungen zu beschäftigen, die auf die 17 Nachhaltigkeitsziele einzahlen und eventuell bisher noch nicht genügend gewürdigt wurden. Dabei soll beachtet werden, dass die Forschungsexpeditionen binnen einer Woche abgeschlossen sein müssen und entweder in Nord- oder Ostsee oder in großen Flussmündungen durchgeführt werden können. Entscheidend ist der Innovationsgrad und der Nutzen im Sinne der 17 Nachhaltigkeitsziele und selbstverständlich auch die technische und logistische Machbarkeit.

Momentan stellt die Corona-Pandemie noch alle Präsenzveranstaltungen vor große Herausforderungen.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage bis zum nächsten Sommer entwickelt.

Für eine sichere Durchführung der Exkursionen haben wir ein Hygiene- und Schutzkonzept entwickelt:

Die Sieger*innengruppen dürfen auf einer jeweils einwöchigen Exkursion mit dem Forschungs- und Medienschiff ALDEBARAN ihre Experimente durchführen und dabei neue Erkenntnisse über das maritime Umfeld Deutschlands erlangen.

Ablauf des Meereswettbewerbs

Noch bis Ende März 2021 könnt ihr euch für die nächste Runde des Meereswettbewerbs „Forschen auf See“ bewerben. Dazu müsst ihr uns eine wissenschaftliche Projektskizze mit eurer Forschungsidee zusenden. Innerhalb der Themenbereiche der Ozeandekade habt ihr freie Wahl, worum es in eurem Projekt gehen soll. Es ist nur wichtig, dass die Experimente an Bord des Forschungsschiffes ALDEBARAN im Rahmen einer 5-tägigen Ausfahrt realisiert werden können.

Wir suchen neue Ideen, die im bisherigen meereswissenschaftlichen Alltag noch keine große Bedeutung haben oder Lösungsansätze für bestehende Probleme. Der fachlichen Ausrichtung sind dabei keine Grenzen gesetzt. Wie auch die Jury, kann die Aufgabenstellung durchaus fachübergreifend sein.

Nach Eingang der Projektskizzen entscheidet eine wissenschaftliche Jury über Qualität, Durchführbarkeit und Kommunikationsfähigkeit der Projekte. Unter diesen Kriterien wählt die Jury drei Projektskizzen aus, welche im Sommer an Bord der ALDEBARAN realisiert werden. Die Teams werden über ihren Gewinn einer einwöchigen Forschungsexpedition informiert und mit Hilfe des Koordinationsbüros der Deutschen Meeresstiftung wird ihnen dann eine Wissenschaftspat*in vermittelt. Diese unterstützt und begleitet das Team von der Vorbereitung der Ausfahrt über die praktische Durchführung bis hin zur Dokumentation der Forschungsarbeit.

Zur Vorbereitung der Exkursionen trafen sich die Gewinner*innenteams in einem online-Meeting mit den Organisatoren der Deutschen Meeresstiftung. Im persönlichen Gespräch erfuhren die Teams, was sie bei der Exkursion zu erwarten haben und die letzten Unklarheiten können geklärt werden.

Die von der Jury ausgewählten Gewinner*innenteams dürfen im Sommer bei einer einwöchigen Ausfahrt an Bord des Forschungs- und Medienschiffs ALDEBARAN ihr Forschungsprojekt realisieren. Begleitet von erfahrenen Wissenschaftler*innen und einem erfahrenen Kapitän lebt und arbeitet das Team für eine Woche auf dem segelnden Forschungsschiff bei Wind und Wetter und lernt nebenbei noch allerhand über das Leben an Bord eines Segelschiffes. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit werden sie von ihrer Wissenschaftspat*in unterstützt und angeleitet. Dabei können sie sich selber an wissenschaftliches Arbeiten herantesten und erleben das größte und faszinierendste Ökosystem auf dem Planeten Erde aus nächster Nähe kennen. Dazu gehört auch, dass sie einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Meeresumwelt lernen und darüber hinaus mit ihrem eigenen Projekt zur Erhaltung und Erforschung dieses Ökosystems beitragen.

Nach der Ausfahrt hat jedes Team Zeit ihre Beobachtungen und Ergebnisse ihrer Ausfahrt zusammenzuschreiben. Zusätzlich können sie auch noch Proben, die während ihrer Ausfahrt genommen wurden, analysieren. Aus all diesen Daten sollen die Teams dann einen Abschlussbericht schreiben, der ihre wissenschaftliche Arbeit zusammenfasst.

Neben dem schriftlichen Abschlussbericht findet noch ein Abschlusskolloquium statt. Hier stellen die Teams der Jury in einer kurzen Präsentation ihre Forschungsprojekte vor. Im Anschluss dazu hat die Jury die Möglichkeit den Teams ein paar Fragen zu stellen, um die Projekte besser kennen zu lernen. Der Abschlussbericht zusammen mit dem Abschlusskolloquium bilden dann die Grundlage zur Platzierung der Teams durch die Jury.

Mit der Siegerehrung auf der größten Wassersportmesse „boot“ in Düsseldorf findet der Meereswettbewerb sein feierliches Ende. Hier dürfen sich die Gewinnerteams auf Sach- und Bücherpreise freuen.

Auch wenn der Meereswettbewerb für die Teams hier endet, können sie an ihren Projekten dennoch weiterforschen und damit auch an weiteren Wettbewerben wie „Jugend forscht“ teilnehmen.

Einsendung
Projektskizzen
Bekanntgabe
Gewinnerteams
Treffen
Vorbereitung
An Bord
Expedition
Abgabe
Abschlussberichte
Kolloquium
Abschluss
Einsendung
Projektskizzen

So könnt ihr teilnehmen

Wenn ihr die 9. Klasse oder höher besucht und nicht älter als 20 Jahre seid, könnt ihr am Meereswettbewerb „Forschen auf See“ teilnehmen. Euer Team sollte zwei bis vier Personen stark sein. Außerdem müsst ihr sicherstellen, dass ihr in der Lage seid alle Reisekosten zum Vortreffen, zur Expedition und zur Siegerehrung selbst tragen zu können. Wir versuchen die An- und Abreisekosten derzeit mit Hilfe von Sponsoren zu finanzieren. Eine Zusage darüber können wir aber heute noch nicht geben.

Die Bewerbungsfrist für den Meereswettbewerb 2021 läuft bis zum 31.03.2021. Dazu müsst ihr euch mit einer Projektskizze sowie einem ausgefüllten Anmeldeformular über diese Seite bewerben.

Das Forschungsschiff ALDEBARAN

Die ALDEBARAN, die seit 1992 weltweit als Medien- und Forschungsschiff im Einsatz ist, bietet einen Einblick in die spannende Forschungs- und Medienarbeit in Flüssen, Küstengewässern und auch auf Binnengewässern. Die gelbe Segelyacht dient dabei insbesondere dazu, Meeres- und Gewässerforschung verständlich zu machen und so kommende Generationen für einen nachhaltigen Umgang mit den Ozeanen und Binnengewässern zu begeistern. Mit einem Tiefgang von nur knapp einem Meter ist die ALDEBARAN für Einsätze insbesondere in Flach- und Küstengewässern geeignet. Das Hamburger Forschungs- und Medienschiff ALDEBARAN ist seit 1992 darauf spezialisiert das Meer für uns Menschen erlebbar zu machen.

Die Ausstattung

Unterwasserkamera und Drohne

Der Blick in die hochauflösende Unterwasserkamera ist das Highlight des Törns auf der ALDEBARAN. Selbst erfahrene Wissenschaftler sind nicht mehr vom Bildschirm weg zu locken, wenn der Boden des Sees und die Tiere dort live beobachtet werden.

Auch Taucheinsätze sind von Bord aus möglich, um gezielte Proben zu nehmen.

Labor

Mit einem richtigen Forscher-Mikroskop und einem wertvollen Binokular könnt ihr auf Entdeckungsreise im Mikrokosmos gehen. Eine Kamera überträgt das „Leben im Wassertropfen“ für alle Teilnehmer gut sichtbar direkt auf den großen Monitor im Salon. Mit einer Multisonde (CTD) können in der Tiefe Sauerstoffgehalt und die Temperatur gemessen werden. Mit einem Analysenkoffer kann auf Wunsch auch die Nährstoffzusammensetzung des Gewässers ermittelt werden.

Mit Bodengreifer und Planktonnetz werden Proben genommen, die anschließend unter dem Mikroskop und Binokular betrachtet werden. So könnt ihr in den Wasser- und Bodenproben Kleinstlebewesen wie Plankton und Algen entdecken.