Presseinformation

Nord- und Ostsee: Nachwuchsforscher auf der Spur von Mikroplastik

Schülerteams aus Baden-Württemberg und Hamburg gehen im Juli und August 2019 mit dem Forschungs- und Medienschiff ALDEBARAN auf Exkursionen.

Hamburg, 10. Juli 2019 – Die Verschmutzung unserer Ozeane mit Plastik und Mikroplastik steht ganz oben auf der Agenda der Schülerteams, die beim diesjährigen Meereswettbewerb „Forschen auf See“ an Bord des Forschungssegelschiffs ALDEBARAN in Nord- und Ostsee forschen. Die zwei Teams – eines vom Landesgymnasium für Hochbegabte Schwäbisch Gmünd und eines vom Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Hamburg – gehen jeweils für eine Woche an Bord, begleitet von Wissenschaftspaten.

Lewin Tu und Paul Schröder vom Landesgymnasium für Hochbegabte in Baden-Württemberg starten am Montag, den 15. Juli 2019, von Hamburg aus und fahren über die Elbe und Cuxhaven nach Helgoland. Dort endet die Tour am 19. Juli. Mit dem Fluoreszenzfarbstoff Nilrot, der in der Wissenschaft momentan heiß diskutiert wird, wollen die Schüler Mikroplastikproben im Schnellverfahren analysieren. Bislang musste jede Probe für mehrere Monate und zu Kosten in Höhe von knapp 10.000 Euro im Labor untersucht werden. Das Ziel der Jugendlichen ist es, mit der neuen Methode schneller und weniger kostenintensiv zum Erfolg zu gelangen. Unterstützt werden die Nachwuchs-Meeresforscher von der Wissenschaftspatin Julia Prume von der Philipps-Universität Marburg, die bei ihren Proben ebenfalls mit diesem Analyseverfahren arbeitet und mit dem Farbstoff forscht.

Das zweite Team von Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Hamburg möchte auf seiner Tour von Hamburg über Brunsbüttel, Kiel und Fehmarn bis nach Travemünde erforschen, ob und wie viel Mikroplastik aus den Kläranlagen ins Meer gelangt. Beispielsweise gelangt Mikroplastik beim Waschen von synthetischer Kleidung und durch immer noch nicht verbotene Beigaben in Kosmetika in unsere Umwelt. Die zweite Expedition mit Kim Zierahn, Hiva Bingöl und Lisa Matthies startet am 1. August ebenfalls in Hamburg und endet in Timmendorfer Strand/Niendorf am 7. August. Begleitet werden die drei Schülerinnen von den Wissenschaftspatinnen Aurelia Laubscher vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel und Sarah Zwicker vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven.

Meereswettbewerb „Forschen auf See“ 
Mit großem Erfolg findet der Meereswettbewerb „Forschen auf See“ bereits seit 2005 an Bord des bekannten Medien- und Forschungsschiffes ALDEBARAN statt. Nachwuchsforscher und die Öffentlichkeit werden mit dem bundesweiten Wettbewerb für das Meer als größtes Ökosystem auf dem Planeten Erde begeistert. Über verschiedene Medienkanäle kann die Öffentlichkeit beim Wettbewerb mitfiebern und die Experimente und Begeisterung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses an Bord live mitverfolgen. Ihre Forschungsergebnisse werden die Schülerinnen und Schüler Ende Januar 2020 auf der weltgrößten Wassersportmesse boot in Düsseldorf präsentieren, wo auch die Siegerehrung stattfindet.

Sponsoren des Meereswettbewerbs sind die Deutsche Meeresstiftung und die Adalbert-Zajadacz-Stiftung sowie zahlreiche Unternehmen und Förderer, die seit Jahrzehnten mit großem Engagement das technische Equipment und das Forschen an Bord der ALDEBARAN unterstützen. Der Meereswettbewerb wurde vielfach ausgezeichnet und fünf Teams wurden bereits Gewinner oder sogar Bundessieger bei „Jugend forscht“. Die wissenschaftliche Expertise des Wettbewerbes wird durch das Engagement zahlreicher Meeresforscher aus namhaften deutschen Forschungs­instituten als Wissenschaftspaten gestützt.      www.meereswettbewerb.de

Deutsche Meeresstiftung   
Die Deutsche Meeresstiftung fördert als Dialogplattform für Meeresakteure aus allen Sektoren den Informationsaustausch und die Zusammenarbeit für den Schutz und eine nachhaltige Entwicklung der Meere. Die Stiftung identifiziert Ozeanakteure und deren Projekte und vermittelt Wissen um Nutzung und Schutz der Ozeane, um so ein neues Ozeanbewusstsein zu schaffen. Insbesondere setzt sich die Stiftung dafür ein, das Meer in allen Bildungsbereichen zu verankern und junge Menschen zu erreichen und zu sensibilisieren. www.meeresstiftung.de

Pressekontakt:
Deutsche Meeresstiftung
Ansprechpartnerinnen: Katrin Heratsch & Katrin Meyer
presse@meeresstiftung.de
Tel: +49 (0)40-325 721 0
Fax: +49 (0)40-325 721 21
www.meeresstiftung.de

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